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<title>String (Kleidung)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">String (Kleidung)</span></h1>
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<p>Der Begriff <b>String</b> (englisch Schnur, <a href="Saite" title="Saite">Saite</a>) oder <b>Thong</b> (englisch <a href="Band_(Textil)" title="Band (Textil)">Riemen</a>) bezeichnet eine Form der <a href="Unterhose" title="Unterhose">Unterhose</a>, welche sich durch einen knappen Schnitt und einen in der <a href="Ges%C3%A4%C3%9F" title="Gesäß">Gesäßspalte</a> sitzende Schnur oder Riemen auszeichnet. Strings können sowohl von <a href="M%C3%A4nnliches_Geschlecht" title="Männliches Geschlecht">Männern</a> als auch von <a href="Weibliches_Geschlecht" title="Weibliches Geschlecht">Frauen</a> getragen werden. Synonym wird diese Bezeichnung auch für <a href="Tanga_(Kleidung)" title="Tanga (Kleidung)">String-Tangas</a> verwendet, da die hoch endende Gesäßspalte den Übergang in einen schmalen Hüftteil begünstigt. Verdeutlicht durch die Existenz von z. B. <a href="Miederhose" title="Miederhose">Miederstrings</a>, <a href="Bodysuit_(Kleidungsst%C3%BCck)" title="Bodysuit (Kleidungsstück)">Stringbodys</a> und <a href="Slip_(Kleidung)" title="Slip (Kleidung)">Stringslips</a> sind Strings nicht zwangsläufig Tangas.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie_und_Sprachliches">Etymologie und Sprachliches</h2></div>
<p><i>String</i> bedeutet auf <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englisch</a> „Saite“ oder „Schnur“, <i><a href="Tanga_(Kleidung)" title="Tanga (Kleidung)">Tanga</a></i> (ein aus Brasilien stammendes seitlich geschnürtes <a href="Bikini" title="Bikini">Bikiniunterteil</a>) ist von <a href="Kimbundu" title="Kimbundu">Kimbundu</a> <i>ntanga</i> oder von <a href="Portugiesische_Sprache" title="Portugiesische Sprache">Portugiesisch</a> <i>Tupi tanga</i> abgeleitet, beides bedeutet „<a href="Lendenschurz" title="Lendenschurz">Lendenschurz</a>“. Die Herkunft des Begriffs <i>G-string</i> ist unklar, allerdings taucht er in der englischen Sprache bereits Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Die sprachliche Herleitung von der G-Saite eines Musikinstrumentes ist zwar populär, aber unbelegt.
</p><p>Im englischen Sprachraum ist die Bezeichnung <i>Thong</i>, also Riemen, gebräuchlicher. Der Ursprung stammt aus dem <a href="Altenglisch" title="Altenglisch">Altenglischen</a> <span lang="ang">þwong</span> für Lederband.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Umgangssprachlich wird der String auf <a href="Brasilianisches_Portugiesisch" title="Brasilianisches Portugiesisch">Brasilianisch</a> auch <i>fio dental</i>, „Zahnseide“, genannt. Die US-amerikanische Version ist <i>butt floss</i>, „Hintern-Zahnseide“.
</p><p>Eine der detailliertesten Beschreibung in der englischsprachigen Literatur lautet wie folgt: „Kleine Änderungen des Schnitts bescherten diesen knappen Höschen verschiedene Titel – vom Thong, mit einem 1 Zoll breiten Streifen Stoff den Rücken hinab, zum G-String, welcher, wie die spanische Entsprechung andeutet (hilo dental), mehr wie eine Stoffschnur zwischen die Zähne passt.“<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Demnach träfe die Bezeichnung Riemen oder Thong für die meisten Kleidungsstücke dieser Art im deutschsprachigen Raum zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historische_Entwicklung">Historische Entwicklung</h2></div>
<p>Als String ausgestaltete <a href="Lendenschurz" title="Lendenschurz">Lendenschurze</a> oder Genitalzierden gehören zu den ältesten Kleidungsstücken der Menschheit. Schon vor dem Auszug aus Afrika vor mehreren zehntausend Jahren sind ähnliche Kleidungsstücke belegt, wie sie z. B. bei den <a href="Khoisan" title="Khoisan">Khoisan</a> im südlichen <a href="Afrika" title="Afrika">Afrika</a> vor allem von Männern seit Jahrtausenden getragen werden.
</p><p>In <a href="Japan" title="Japan">Japan</a> war bis in etwa zur Niederlage im <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> das Fundoshi (褌) die traditionelle Unter- und Badebekleidung für Männer. Nach 1945 wurde das Fundoshi zunehmend unpopulär.
</p><p>In der westlichen Welt wurde der String erst im späten 20. Jahrhundert populär. Ab den 1970er Jahren tauchte er infolge der zunehmenden Lockerung der <a href="Sexualethik" title="Sexualethik">Sexualmoral</a> und den damit einhergehenden modischen Veränderungen und als logische Weiterentwicklung der Bikinimode (<a href="Oben_ohne" title="Oben ohne">oben ohne</a>, hochgeschnittene, sogenannte <i>französische</i> Beinausschnitte) vereinzelt als Bademode und als <a href="Reizw%C3%A4sche" class="mw-redirect" title="Reizwäsche">Reizwäsche</a> auf, die Zeitschrift <a href="Stern_(Zeitschrift)" title="Stern (Zeitschrift)">Stern</a> zeigte ihn im Zuge der sogenannten <a href="Sexwelle" class="mw-redirect" title="Sexwelle">Sexwelle</a> etwa 1972 und 1974. Der modische <a href="Mainstream" title="Mainstream">Mainstream</a> blieb davon allerdings noch weitgehend unbeeinflusst.
</p><p>In den 1990er Jahren wurden Strings als Frauenunterwäsche populär, anfangs befördert durch den Vorteil, dass sich unter enger, dünner oder heller Beinbekleidung im Gegensatz zu herkömmlichen Slips keine <a href="Sichtbare_Sliplinie" title="Sichtbare Sliplinie">sichtbare Sliplinie</a> bildet. Einhergehend mit dieser Mode stieg die Verbreitung des String in der Bademode und letztlich sehr eingeschränkt auch in der Herrenmode.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stile">Stile</h2></div>
<p>Obwohl einige Begriffe <a href="Pars_pro_toto" title="Pars pro toto">pars pro toto</a> und teilweise uneinheitlich verwendet werden, stellen sich doch separate Stile ein, die mit einer Bezeichnung, aber nicht mit anderen versehen werden können. <i>String</i> trifft beispielsweise eigentlich nur eine Aussage über den Schrittbereich, z. B. auch in <i>Stringbody</i> oder <i>Stringhipster</i>, und damit zur Bedeckung der Pobacken, während <i>Tanga</i> sich lediglich auf die Seitenteile bezieht. Buchstabenvorsätze leiten sich entweder von der Dicke der Verbindungsteile (<i>G</i>) oder von der Form der Steißverbindung (<i>T, V, Δ</i>) bzw. des gesamten Kleidungsstücks (<i>C</i>) ab. T-Front Strings haben die schmale Schnur auch im Vorderteil.
</p>
<table class="wikitable">
<caption>Unterscheidungsmerkmale
</caption>
<tbody><tr>
<th>Name
</th>
<th>Seiten</th>
<th>Steiß</th>
<th>Schritt</th>
<th>Beispiel
</th></tr>
<tr>
<th><a href="Tanga_(Kleidung)" title="Tanga (Kleidung)">Tanga</a>
</th>
<td>breiter als Schnur</td>
<td>meist Dreieck</td>
<td>breiter als Schnur
</td></tr>
<tr>
<th>String
</th>
<td>beliebig</td>
<td>beliebig</td>
<td rowspan="7">Schnur
</td></tr>
<tr>
<th>Stringtanga
</th>
<td rowspan="2">Schnur, evtl. gebunden</td>
<td>kleines Dreieck
</td>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td></tr>
<tr>
<th>G-String
</th>
<td>evtl. verzierte Verbindung
</td>
<td rowspan="2"><span typeof="mw:File"></span>
</td></tr>
<tr>
<th>T-Front String
</th>
<td rowspan="3">meist Schnur, evtl. gebunden</td>
<td>nur Verbindung
</td></tr>
<tr>
<th title="Deltastring">Δ-String
</th>
<td>stofffreies Dreieck
</td>
<td rowspan="2"><span typeof="mw:File"></span>
</td></tr>
<tr>
<th>V-String
</th>
<td title="Seitenteile verlaufen direkt zum Schritt, ohne am Steiß verbunden zu sein">keine Verbindung
</td></tr>
<tr>
<th>G-Thong
</th>
<td rowspan="2">beliebig, selten gebunden</td>
<td rowspan="2">schnell verjüngend
</td></tr>
<tr>
<th>Thong
</th>
<td>sehr schmal
</td></tr>
<tr>
<th>C-String
</th>
<td>keine</td>
<td>frei</td>
<td>drahtverstärkt
</td>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Optische_Wirkung">Optische Wirkung</h2></div>
<p>Galt anfangs noch die Unauffälligkeit von G-String-Unterwäsche als Vorteil, so wurde sie in der Folge in der Damenmode aktiv als optischer Reiz eingesetzt, indem der String in Verbindung mit <a href="H%C3%BCfthose" title="Hüfthose">Hüfthosen</a> und -röcken höher als der Bund des Beinkleides gezogen wurde, wodurch der Steiß optisch betont wird: Der sogenannte <i><a href="Whale_Tail" title="Whale Tail">Whale Tail</a></i> hat eine ähnliche optische Wirkung wie die „<a href="Arschgeweih" title="Arschgeweih">Arschgeweih</a>“-<a href="T%C3%A4towierung" title="Tätowierung">Tätowierung</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herrenstring">Herrenstring</h2></div>
<p>Es werden auch Strings für Männer angeboten, diese sind allerdings nicht so weit verbreitet wie Strings für Frauen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://m-w.com/dictionary/thong"><i>thong.</i></a> In: <i>Merriam-Webster online dictionary.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 27. April 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AString+%28Kleidung%29&rft.title=thong&rft.description=thong&rft.identifier=http%3A%2F%2Fm-w.com%2Fdictionary%2Fthong"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Sarah Tomczak, Rachel Pask: <i>Knickers: a Brief History</i>. Allen & Unwin, London 2004, ISBN 1-74114-480-9</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/String" class="extiw external" title="wikt:String">Wiktionary: String</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Thongs_(underwear)?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: String (Kleidung)</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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